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Jakobusweg (Camino Frances)

Jakobsweg

Seit über 1000 Jahren pilgern Menschen auf dem Jakobsweg zum Grab des heiligen Apostels Jakobus nach Santiago de Compostela in Nordwest-Spanien.


Wir machten uns auf, um mit dem Mountainbike in 3 Etappen von Berghaupten bis nach Santiago de Compostela zu gelangen:

- 38 Tage
- 2730 km
- 37821 hm
(Höhenmeter)


1. Etappe (Berghaupten – Genf)
Im Jahr 2008 ging es mit dem Bike von Berghaupten nach Gengenbach und von dort den Kinzigtäler Jakobsweg über Hausach, Wolfach nach Horb. Über die schwäbische Alp gelangten wir an den Bodensee.
Dem Jakobsweg folgten wir auf schweizer Seite bis Rorschach. Von dort ging es ins landesinnere über St. Gallen zum Zürichersee.
Nach einem kurzen Stopp in Einsiedeln überquerten wir einen kleinen Pass und waren am Vierwaldstättersee. Der Jakobsweg folgt in diesem Teil der schweizer Seenroute, auf der mit dem Lungener und dem Thunersee zwei weitere Seen folgten.
Über Fribourg und Romount kamen wir bei Lausanne an den Genfer See. An dessen Ufer folgten wir dem Jakobsweg bis Genf, wo wir nach 14 Tagen, 817 km und 12038 Höhenmeter das Ziel des ersten Jahres erreicht hatten.
Zurück ging es dann mit der Bahn bis Gengenbach.

2. Etappe (Genf – Cahors)
Im folgenden Jahr sind wir mit dem Auto bis nach Genf gefahren und haben es dort geparkt. In den folgenden 10 Tagen lagen 716km und 10524hm vor uns.
Der Jakobsweg führt die Pilger ab Genf zuerst entlang und oberhalb der Rhone, dann in die subalpine Landschaft der Savoyen. Der Weg quert hinüber ins Iseretal und verläuft auf dessen rechter Talschulter, bis er wieder auf die Rhone trifft. Er führt über den Fluss, dann hinauf zur Tracol-Passhöhe (1030m) und zieht sich weiter bis in das vulkanische Bergland um Le Puy.
Von hier geht es durch die nur spärlich besiedelte Landschaft des Massif Central bis nach Conques. Dieser Streckenabschnitt war in landschaftlicher und kultureller Hinsicht einer der Höhepunkte unseres Jakobsweges.
Weiter fuhren wir durch die Natur des auslaufenden Massif Central, des Lot-Tals und der Kalkhochflächen des Quercy. Durch Flaumeichenwälder und über weite Ebenen erreichen wir Cahors. Nun ging es mit dem TGV ab Toulouse wieder zurück zum Auto.

3. Etappe (Cahors – Santiago de Compostella)
Unser Auto, mit dem wir 2010 nach Cahors gelangt sind, wurde dort in einer Hotelgarage sicher geparkt.
Der Jakobsweg führt durch das Hügelland der Gascogne, durch die Ebene de Adour und durch das immer hügeliger werdende Pyrenäenvorland bis nach Saint-Jean-Pied-de-Port. Viele alte Kirchen und Kapellen am Wegesrand geben dem Pilger Zeugnis der Jakobuswallfahrt seit Jahrhunderten.
Der Weg über den Col de Lepoeder (1430m) in den Pyrenäen inmitten von Schaf- und Pferdeherden, mit einer malerischen Aussicht in die Täler des Pyrenäenvorlandes, war ein weiterer Höhepunkt unserer Reise. Im auslaufenden Pyrenäenvorland erreichten wir Pamplona.
Es folgten die Hügel riesiger navarrischer Kornfelder, die sich von Horizont zu Horizont erstreckten, und die Weinanbaugebiete der La Rioja. Monumente jahrhundertelanger Jakobuspilgerschaft begegnen dem Pilger in rascher Reihenfolge.
Der Jakobsweg von Burgos nach Leon, beides sehenswerte Städte, steht im Zeichen der Meseta, der spanischen Hochebene: Wüstenhafte Weite, solange das Auge reicht. Kein Baum, kein Strauch, kein Schatten, kein Wasser. Im Sommer mit üblichen 40°C brütende Hitze.
Nur dann und wann ein kleines Dorf, das man ohne seine hoch aufragende Kirche leicht übersehen könnte.
In der Folge sind noch zwei hohe Bergpässe zu überwinden. Nach Durchquerung der kargen Maragateria steigt der Weg steil zum Rabanal-Pass (1531m) und genauso steil wieder hinunter in das grüne Bierzo, bevor er abermals zum O Cebreiro-Pass (1306m) hinaufführt.
Von hier aus verläuft der Weg in der noch grüneren Hügellandschaft Galiciens auf das Ziel zu: das Grab des heiligen Apostels Jakobus in Santiago de Compostella.
Es lagen weitere 14 abwechslungsreiche Tage mit 1197 km und 15259 hm hinter uns.
Wir kamen nun von einem, bis auf die letzten 100 km, sehr ruhigen und teilweise einsamen Jakobsweg in eine von Touristen und Souvenirständen überfüllte Stadt.
Diesem ungewohnten Rummel haben wir uns um dann durch einen kurzen Abstecher ans ´Ende der Welt´, nach Finisterre, entzogen.
Wir sind nochmals für einen Tag nach Santiago de Compostella zurückgekehrt, haben das Grab (nach 1,5 Stunden anstehen) und die Kathedrale besichtigt.
Die Mountainbikes und die Bikeausrüstung hatten wir zwischenzeitlich im Paket nach Hause geschickt und wir machten uns mit dem Zug auf den Weg zurück zum Auto.



Von unseren 3 Etappen gibt es eine Bilder-Show (ca. 1 ¾ Std), mit eindrucksvollen Bildern und Eindrücken vom Jakobusweg, die wir gerne auf Wunsch ein weiteres Mal vorführen.
Die Show ist unterlegt mit Musik und wird von uns beiden kommentiert.

Ulrike und Werner Armbruster

Bilder Jakobsweg